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Himmelfahrt

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Im Monat Mai: Ein Rhododendron in Zürich in voller Blüte
Foto: Jakob Vetsch, 2001

Christi Himmelfahrt wird vierzig Tage nach dem Ostersonntag, also immer an einem Donnerstag, begangen. Diese vierzig Tage gehen zurück auf das Zeugnis des Lukas in der von ihm verfassten Apostelgeschichte: "Den Aposteln erwies er sich nach seinem Leiden auch durch viele Beweise als lebendig, indem er ihnen während vierzig Tagen erschien und über das Reich Gottes redete." (Apostelgeschichte 1,3)
Lukas-Evangelium und Apostelgeschichte berichten, wie Jesus, nachdem er am Ostertag von den Toten auferstanden war und immer wieder mit seinen Jüngern gesprochen hatte, vor ihren Augen emporgehoben, von einer Wolke aufgenommen und ihren Blicken entzogen wurde. (Lukas-Evangelium 24,51; Apg. 1,9)

Christi Himmelfahrt, oder wie in der Schweiz genannt "Auffahrt", ein Feiertag, wird stets am Donnerstag, vierzig Tage nach dem Ostersonntag begangen. Vierzig Tage deshalb, da in der Heiligen Schrift steht: "Den Aposteln hat er nach seinem Leiden durch viele Beweise gezeigt, dass er lebt. Vierzig Tage hindurch ist er ihnen erschienen und hat vom Reich Gottes gesprochen".
Dieses Geschehen ist sowohl im Lukas-Evangelium als auch in der von Lukas verfassten Apostelgeschichte festgehalten: Nachdem Jesus am dritten Tage auferstanden von den Toten war und mit seinen Jüngern gesprochen hatte, so heisst es dort, wurde er vor ihren Augen emporgehoben und eine Wolke nahm ihm auf, entzog ihn ihren Blicken.



Die Fussspuren Gottes

Ein französischer Gelehrter durchstreift die Wüste und hat sich als Führer einige Araber mitgenommen. Beim Sonnenuntergang breiten die Araber ihre Teppiche auf dem Boden aus und beten.

"Was machst du da?" fragt der Gelehrte einen Araber. "Ich bete." "Zu wem?" "Zu Allah." "Hast du ihn jemals gesehen - betastet - gefühlt?" "Nein." "Dann bist du ein Narr!"

Am nächsten Morgen, als der Gelehrte aus dem Zelt kriecht, meint er zum Araber: "Hier ist heute Nacht ein Kamel gewesen!" Da blitzt es in den Augen des Arabers: "Haben Sie es gesehen - betastet - gefühlt?" "Nein." "Dann sind Sie aber ein sonderbarer Gelehrter!" "Aber man sieht doch rings um das Zelt die Fußspuren!"

Da geht gerade die Sonne auf in all ihrer Pracht. Der Araber weist in ihre Richtung und sagt: "Da, sehen Sie: die Fußspuren Gottes!"



Der Faden von oben

Der dänische Dichter Jörgensen erzählt:

Eine Spinne lässt sich an einem langen Faden, den sie selber gesponnen hat, von einem Baum herunter. Auf einer Weissdornhecke macht sie sich daran, ein schönes Netz zu spinnen. Lange Zeit geht ihr manche Fliege und manches Insekt in die Falle; und die Spinne tut sich gütlich an ihrer Beute.

Da kommt eines Tages ein feuchter Morgen. Die Spinne beginnt ihren Morgenspaziergang durch ihr Netz. Sie ist sehr schlecht gelaunt, weil sie das Netz leer findet und deshalb fasten muss. Was tut sie? Sie kriecht noch einmal überallhin, probiert die Fäden und Knoten aus, ob noch alles in Ordnung sei.

Plötzlich steht sie vor dem Faden, an dem sie sich einmal vom Baum heruntergelassen hat. Sie schaut hinauf und überlegt, was denn das für ein fremder Faden sei, der da in die Luft hinaufführt. Schlecht gelaunt wie sie ist, beisst sie den Faden durch.

Und die Folge? Das ganze, schöne Netz, das sie mühevoll geschaffen hat, fällt in sich zusammen, und die Spinne ist in ihrem eigenen Netzwerk gefangen...


Fürbitten

Himmel-Erfahrungen

Wir wünschen uns und unserer Welt Himmel-Erfahrungen. Aber wir wissen auch, dass die Wirklichkeit oft ganz anders aussieht. So wollen wir jetzt miteinander Fürbitte halten:

Himmel ist da, wo wir mit Streiten aufhören und gut miteinander auskommen. Deshalb bitten wir für alle Menschen, die sich nicht mehr verstehen; auch für die, die sich an vielen Orten in der Welt mit Hass und Waffen bekämpfen...

Himmel ist da, wo Menschen zusammenleben und aneinander Freude haben. Deshalb bitten wir für alle Menschen, die einsam, verzweifelt und traurig sind, und für alle, die Unrecht und Gewalt leiden...

Himmel ist da, wo Kinder und Erwachsene, junge und alte Menschen Wärme und Geborgenheit finden. Deshalb bitten wir für alle Menschen, um die es dunkel und kalt geworden ist, die unter Süchten und Zwängen leiden; und wir bitten für uns selbst, dass wir immer wieder ein Stück Himmel füreinander bewirken können...

Himmel ist da, wo Frieden herrscht zwischen Menschen und Tieren und der ganzen Schöpfung. Deshalb bitten wir um die Barmherzigkeit des Menschen gegenüber seinen Geschwistern in der Natur...

Himmel ist da, wo Menschen Gott spüren und begegnen können. Deshalb bitten wir für alle Menschen, die nach Gott suchen, und für alle, die nichts von ihm wissen...

Himmel bei Gott ist das letzte Ziel unseres Lebens. Deshalb bitten wir um die Einsicht der Vergänglichkeit des Lebens auf Erden; und wir bitten für alle, die uns vorausgegangen sind: Eltern, Kinder, Verwandte, Freunde...

So bitten wir dich, guter Gott. Nimm unsere Bitten und Gedanken an, auch die stillen... Lass uns in allem Jesus nachfolgen, der uns zu den Mitmenschen und zu Dir führt.

Im Vertrauen darauf, dass Gott unsere Anliegen annimmt und mit uns ist, beten wir mit den Worten Jesu: UNSER VATER...



Predigten: Wo Himmel und Erde sich berühren,
oder: Können wir uns den Weg sparen?
Die Ähnlichkeit der hebräischen Worte
Himmel und Mutterbrüste (Schamajim und Schadajim)
Auffahrt und Bekenntnis - Das Romanum
und die Arbeit in der Sihlcity-Kirche
Über Entrückungen



last update: 28.09.2015