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K i n d e r
Nur die Kinder wissen, wohin sie wollen. - (Vgl. Joh.
8,14) Jüdische Überlieferung Kinder sind Rätsel von Gott und schwerer als
alle zu
lösen, Unschuld ist das Kind und Vergessen, ein Neubeginnen,
ein
Spiel, Mit einer Kindheit voll Liebe kann man ein halbes Leben
hindurch die
kalte Welt aushalten. Verlache nie den kleinen Kern, er wird einmal ein
grosser
Feigenbaum
sein. Kein Ding ist wichtiger als ein anderes in den
Händen des
Kindes.
Es spielt mit einer goldenen Brosche oder mit einer weissen
Wiesenblume.
Es wird in der Ermüdung beide gleich achtlos fallenlassen und
vergessen,
wie beide ihm gleich glänzend schienen in dem Lichte seiner
Freude.
Es hat nicht die Angst des Verlustes. Das Kind ist ein Buch, aus dem wir lesen und in das wir
schreiben sollen. Die Kinder sind die wirklichen Lehrmeister der
Menschheit,
besonders
einer Menschheit, die sich in Unnatur zu verlieren droht. In den Kindern hält uns Gott wie in einer
Blumensprache
ewige Wahrheiten
vor Augen. Kinder sollen nur vom Schönen, Guten und
Grossen
hören. Unsere
eigenen Ideale, unserer Jugend Lichtbilder, unseres Lebens Sterne, sie
mögen auch heute schon erloschen sein - man zünde sie
in den
Kinderherzen wieder an, man wird sich selbst an solchem Feuer wieder
wärmen. Das grösste Geschenk, das wir einem Kind machen
können, ist, das Kind fühlen zu lassen, dass es
erwünscht, geliebt und geachtet ist. Der beste Duft ist der von Brot, der beste Geschmack ist
der
vom Salz,
und die beste Liebe ist die von Kindern. Brief eines Vaters an sein Kind Ein unbekannter jugoslawischer Vater schreibt vor seinem Tod an sein noch nicht geborenes Kind: "Mein Kind, noch schläfst du im Dunkeln und sammelst Kraft für den Kampf der Geburt; ich wünsche dir alles Gute. Du hast jetzt noch keine eigentliche Gestalt, du atmest nicht und bist blind. Doch wenn deine Zeit gekommen ist, deine Zeit und die Zeit deiner Mutter, die ich von Herzen liebe, dann wirst du auch Kraft finden, nach Luft und Licht zu ringen. Bewahr dir die Liebe zum Leben, aber wirf die Furcht vor dem Tod von dir. Man muss das Leben lieben, sonst ist es verloren, aber man sollte es nicht zu sehr lieben. Bewahr dir die Abneigung gegen jegliche Lüge und die Kraft, das Schlechte zu verabscheuen. Ich weiß nun, dass ich sterben muss, und du wirst geboren werden, um auf dem Trümmerhaufen meiner Irrtümer zu stehen. Vergib mir! Ich schäme mich, dir eine unordentliche Welt zu hinterlassen, aber es muss sein. Ich küsse in Gedanken deine Stirn, um dich zum letzten Mal zu segnen. Gute Nacht, mein Kind - guten Morgen und ein leichtes Erwachen."Führe mich ... Mein Kind, nimm meine Hand, führe mich durch den vergessenen Weg ins kleine Wasser. Lehre mich das unbekümmerte Fallenlassen ins andere, weichere Denken. Zeige mir die glücklichen Momente in deinen grossen Meeren. Lia De Luca, Zürich last update: 18.06.2006
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