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PFINGSTEN

Taube

Bis zum vierten Jahrhundert wurde an Pfingsten zugleich Christi Himmelfahrt gefeiert. Erst später entwickelten sich daraus zwei eigenständige Feiertage. Im Kirchenkalender endet mit Pfingsten die österliche Festzeit. Die Ausgießung des Heiligen Geistes wird an Pfingsten oft durch das Herablassen einer Taube dargestellt.
Pfingsten ist das "Fest des Heiligen Geistes" und nach Weihnachten und Ostern das dritte Hauptfest des christlichen Kirchenjahres. Der Name geht auf das griechische Wort "pentekoste" (der fünfzigste) zurück, weil das Pfingstfest seit etwa Ende des vierten Jahrhunderts fünfzig Tage nach Ostern gefeiert wird.
Die biblischen Berichte schildern nach Christi Auferstehung und Himmelfahrt eine neue Gemeinschaft der Jünger: "Sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen." Apostelgeschichte 2,4

Apg. 2,1-11 trägt das Pfingsterreignis aus der Apostelgeschichte vor. Die Apostelgeschichte enthält den einzigen ausdrücklichen und ausführlichen Bericht darüber. Was sich zum Pfingstfest in Jerusalem ereignete ist die Erfahrung der Christen der ersten Generation: Die Ausgießung des Geistes Gottes über alle, die Jesus nachfolgen. Diese wird in unserem Text durch symbolträchtige Phänomene hörbar und sichtbar: Das Brausen, das einem Sturm gleicht, und die Feuerzungen, welche das Sprachenwunder sichtbar machen, und schließlich das unerwartete öffentliche Auftreten der Jünger.

Das Pfingstfest wurde von den Juden fünfzig Tage nach dem Paschafest (Ostern) gefeiert. Es war ursprünglich ein Erntedankfest und wurde mit dem Gedächtnis der Gesetzgebung auf dem Sinai begangen. Nach einer jüdischen Legende über die Gesetzgebung am Sinai hat sich die Stimme Gottes in die 70 Sprachen der Völker verteilt, sodaß jedes Volk die 10 Gebote in seiner Sprache vernahm.

Lukas greift dieses Motiv auf und fügt in seine Erzählung eine Völkerliste ein. Ursprünglich dürfte es sich um 12 Völker gehandelt haben. Die in Jerusalem anwesenden Vertreter dieser Völker sind jedoch Juden. Man kann an heimgekehrte Diasporajuden denken. Die Öffnung den Heidenvölkern gegenüber findet nach Lukas erst später statt.

In der erneuerten katholischen Liturgie ist das Pfingstfest wieder fest mit dem Osterfestkreis verbunden. Ostern dauert demnach sieben Wochen. Die Auferstehung und die Ausgießung des Geistes Gottes gehören zusammen.
Der Name "Pfingsten" kommt vom griechischen pentekosté, "der fünfzigste" (Tag) - nach Ostern. An diesem Tag wird die Sendung des Heiligen Geistes und die Gründung der Kirche gefeiert. Außerdem gilt das Pfingstfest als Abschluss der Osterzeit.


Pfingstgebete


Atme in mir, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges denke. 
Treibe mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges tue. 
Locke mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges liebe. 
Stärke mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges hüte.
Hüte mich, du Heiliger Geist, dass ich das Heilige nimmer verliere.
Amen. 
Dem Hl. Augustinus zugeschrieben

pfingstrosen
Pfingstrosen. Foto: Stana Vetsch, 08.06.2003

Du bist der Sturmwind, 
doch du lässt zu, dass die Pfingstrosen des Herzens dir trotzen. 
Du bist Wasser, 
aber du hast noch nie das Feuerwerk des Verstandes gelöscht. 
Du entfachst aus karger Rute das Feuer der Entsagung, 
damit auf der Glut des Herzens Mais aufblühe. 
Du bist die Liebe, 
von der die Horizonte der Gedanken sich röten, 
ohne welche die Kreatur verstummt, 
denn sie ist der ursprüngliche Schöpfer des Wortes. 
Du bist Freiheit. 
Nie weiss man, wo du erscheinen wirst. 
Alle Länder der Erde sind dir vertraut. 
Mach, dass aus den Menschenherzen Tauben fliegen. 
Amen. 
Aus dem Kroatischen



Pfingstpredigt: Grosse Augenblicke im Menschenleben



last update: 14.09.2015